Aufnahme wettbewerblicher Messstellenbetreiber in Energy Systems Alliance

Beitritt von inexogy und metrify zur Energy Systems Alliance

Wir kündigen an, dass die wettbewerblichen Messstellenbetreiber metrify und inexogy der von Kiwigrid, Solarwatt und Tibber initiierten Energy Systems Alliance beitreten – und positionieren den Messstellenbetrieb als Schlüsselstück eines durchgängigen 360-Grad-Energieangebots.

Bildquelle: ©2026 Kiwigrid

Mit metrify und inexogy gewinnt die von Kiwigrid, Solarwatt und Tibber initiierte Energy Systems Alliance (ESA) zwei der führenden wettbewerblichen Messstellenbetreiber Deutschlands. Erstmals verbindet ein Partnerverbund EMS, Messstellenbetrieb und marktnahe Energiedienste so eng, dass das intelligente Messsystem zum verbindenden Element eines durchgängigen Angebots für vernetzte Energiesysteme wird - und unabhängige Installateure ein integriertes 360-Grad-Angebot auf Augenhöhe mit großen Direktanbietern erhalten.

Photovoltaik, Heimspeicher, Wärmepumpe und Wallbox wachsen zu vernetzten Energiesystemen zusammen. Ihr Potenzial entfalten diese Anlagen aber erst, wenn dynamische Tarife, netzdienliche Steuerung nach § 14a EnWG und die Vermarktung von Flexibilität in einem virtuellen Kraftwerk (VPP) ineinandergreifen. Voraussetzung dafür ist ein intelligentes Messsystem (iMSys) sowie der zuverlässige, regulatorisch saubere Zugriff auf Messdaten – beides liegt in der Hand des Messstellenbetreibers. Genau dieses bislang oft unterschätzte Bindeglied rückt die Energy Systems Alliance nun in den Mittelpunkt. Im Anschluss an die EM-Power / The Smarter E nehmen die ESA Partner Tibber, Solarwatt, Kiwigrid, metrify und inexogy ihre Zusammenarbeit auf

Warum Messstellenbetrieb das Schlüsselstück ist

Energiemanagement endet nicht am Wechselrichter. Damit ein Energiesystem dynamische Tarife nutzen, an § 14a-Mechanismen teilnehmen oder Flexibilität vermarkten kann, braucht es ein intelligentes Messsystem als regulierten, sicheren Kommunikationsanker – und einen Messstellenbetreiber, der die Messdaten bereitstellt. Der Zugriff auf diese Daten ist keine Nebensache, sondern die Voraussetzung: Ohne ihn lassen sich weder tarifoptimierte Steuerung noch netzdienliche Anwendungsfälle umsetzen. Was regulatorisch als Pflichteinbau beginnt, wird im Verbund zum Ausgangspunkt für aufeinander aufbauende, wiederkehrende Energiedienste.

Das Neue daran: ein durchgängiges 360-Grad-Angebot

Bislang wurden Energiemanagement, Messstellenbetrieb und Tarif- bzw. Flexibilitätsdienste weitgehend getrennt gedacht und beschafft. Die ESA führt diese Schichten erstmals in einem abgestimmten Verbund zusammen: Das herstelleroffene EMS (Energiemanagementsystem) von Kiwigrid, der Messstellenbetrieb von metrify und inexogy als gemeinsames Fundament sowie – darauf aufbauend – dynamische Tarife, §14a EnWG und die Vermarktung von Flexibilität im virtuellen Kraftwerk. Für Installateure und Endkund:innen entsteht so ein zusammenhängendes Angebot „aus einer Hand“, in dem die einzelnen Bausteine technisch und kommerziell aufeinander einzahlen, statt nebeneinanderzustehen.

Der Hebel für unabhängige Installateure

Vom Verbund profitieren vor allem unabhängige Installateure. Im Wettbewerb mit großen, vertikal integrierten Direktanbietern drohten sie bislang ins Hintertreffen zu geraten: Diese bündeln PV, Speicher, EMS, Messstellenbetrieb und dynamischen Tarif zu einem geschlossenen Paket – und ziehen die Kundenbeziehung vollständig an sich. Über die ESA erhalten Installateure genau dieses integrierte 360-Grad-Angebot – EMS, Messstellenbetrieb, dynamische Tarife und netzdienliche Mehrwerte – aus einer offenen, herstellerneutralen Quelle, ohne es selbst aufbauen zu müssen. Die Partner entwickeln dafür gemeinsam einfache, integrierte Services, die den Einstieg für Installateure und Endkund:innen so niedrigschwellig wie möglich machen.

„Energiemanagement entfaltet seinen vollen Wert erst, wenn der Zähler mitspielt. Das SMGW ist das fehlende Bindeglied für ein wirklich durchgängiges Energieangebot – mit metrify und inexogy schließen wir diese Lücke in der Energy Systems Alliance. So geben wir unabhängigen Installateuren ein integriertes 360-Grad-Angebot an die Hand, mit dem sie den großen Komplettanbietern auf Augenhöhe begegnen.“ sagt Jan Lehmann, Vice President Strategy bei Kiwigrid.

„Das intelligente Messsystem ist der Enabler für ein vernetztes Energiesystem. Im Zusammenspiel mit HEMS, Tarif und Steuerung entsteht skalierbarer Kundennutzen. Wir machen den Smart-Meter-Rollout gemeinsam mit Kiwigrid, Solarwatt und Tibber planbar, integrierbar und vertrieblich nutzbar. So entsteht ein offenes Angebot, mit dem Installateure ihren Kunden dieselben Mehrwerte bieten können wie große Komplettanbieter und dass, ohne die Kundenbeziehung aus der Hand zu geben.“ sagt Tina Hadler, SVP Sales bei metrify.

„Offene Messdaten sind ein zentraler Baustein für die Digitalisierung der Energiewirtschaft. Sie schaffen die Grundlage für transparente Prozesse, intelligente Steuerbarkeit und innovative Energiedienstleistungen. Gemeinsam mit unseren Partnern ermöglichen wir skalierbare und sichere Lösungen, die den Anforderungen der bereits standardisierten, sicheren und SMGW-basierten Messstellenprozesse gerecht werden“, ergänzt Kai Diekamp, Director of Sales and Product Management bei inexogy.

Ausblick

Auf Basis der jetzt gestarteten Zusammenarbeit wollen die Partner das gemeinsame Angebot Schritt für Schritt ausbauen – von der Vermittlung intelligenter Messsysteme über die Integration dynamischer Tarife und § 14a bis hin zu weiteren markt- und netzdienlichen Anwendungsfällen im virtuellen Kraftwerk.


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