EHRET bringt Photovoltaik-Schiebeladen SolarSlide auf den Markt

Effiziente Stromproduktion und ästhetischer Sonnenschutz in einem

Der neue Photovoltaik-Schiebeladen SolarSlide erreicht eine elektrische Leistung von bis zu 730 Watt Peak bei einer maximalen Flügelgröße von 2.800 mal 1.500 Millimetern. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 20 Prozent und farbigen Glas-Glas-Modulen ohne sichtbare Zellenstruktur vereint er Nachhaltigkeit, Effizienz, Funktionalität und Design. Noch vor der offiziellen Markteinführung im Oktober 2025 konnte das Produkt seine Stärken bereits bei der Planung eines Mehrfamilienhausensembles in der Schweiz einbringen.

PV-Schiebeläden steigern den Energieertrag von Gebäuden

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Bildquelle: EHRET

Vertikal verbaute Photovoltaikmodule sind im Trend, da sie ungenutzte Flächen erschließen und den Gesamtenergieertrag eines Gebäudes deutlich erhöhen. Bauwerkintegrierte Photovoltaikelemente gehen darüber hinaus, indem sie konventionelle Baustoffe ersetzen und zusätzliche Funktionen der Gebäudehülle übernehmen. „Mit unserem neuen Photovoltaik-Schiebeladen setzen wir genau hier an. Er verbindet die solare Stromproduktion mit wirkungsvollem Sicht- und Sonnenschutz und eröffnet Architekten sowie Bauherren völlig neue Gestaltungsspielräume“, erklärt Marketing- und Kommunikationschef Philippe Gertz.

Die Glas-Glas-Module fügen sich ohne optische Kompromisse harmonisch in die Fassade ein. Eine hochwertige Siebdruckbeschichtung mit speziell für Solartechnologie entwickelten Farben verdeckt die typische Solarzellenstruktur. Die halbtransparenten Füllelemente sind optisch nicht von normalem Glas zu unterscheiden. „Die farbige Tönung hat nur einen geringen Einfluss auf den Wirkungsgrad. Bei dunklen Farbtönen beträgt der Verlust beispielsweise lediglich drei Prozent, wie bei Anthrazit“, erläutert Produktmanager Jörg Hahnel. Entwickelt wurde die Technologie der farbigen Module von EHRET gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg.

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Zum Marktstart stehen neben Schwarz sieben weitere Farben zur Auswahl: Anthrazit, Grau, Hellgrau, Blau, Grün, Terracotta und Gold. Die schmalen Aluminiumrahmen können farblich passend pulverbeschichtet werden. Das Zellennetz ist zwischen zwei jeweils vier Millimeter starken Einscheibensicherheitsgläsern eingebettet. Die Module sind wetterbeständig und UV-stabil. „Unsere Photovoltaik-Module entsprechen sämtlichen Bau- und Sicherheitsnormen und sind umfassend zertifiziert. Damit stellen wir die langfristige Zuverlässigkeit sicher“, betont Hahnel.

Die Variante SolarSlide Pro wird als steckerfertige Solaranlage geliefert und lässt sich direkt an ein 230-Volt-Netz anschließen. Jedes Modul ist mit einem Microwechselrichter und den erforderlichen Anschlusskomponenten ausgestattet. Mit einer Einspeiseleistung bis 800 Watt kann SolarSlide Pro in Deutschland als Balkonkraftwerk betrieben werden, bei höheren Leistungen besteht die Möglichkeit der Anlagenbündelung.

Erster Großeinsatz in der Schweiz

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Bildquelle: EHRET

Bereits 2012 hatte EHRET einen Schiebeladen mit integrierter Solartechnologie vorgestellt. Mit der zweiten Generation bringt Europas führender Hersteller von Aluminium-Fensterläden nun ein industriell gefertigtes Standardprodukt auf den Markt. „SolarSlide lässt sich mit unseren bewährten Montagesystemen problemlos in jedes Gebäude integrieren. Durch definierte technische Eigenschaften ermöglichen wir Architekten und Planern sowohl Planungs- als auch Kostensicherheit und beschleunigen im Vergleich zu Sonderlösungen den Designprozess erheblich“, so Gertz.

In Schlatt, einem Ortsteil der Schweizer Gemeinde Widnau, wird SolarSlide erstmals in einem größeren Projekt eingesetzt. Bei einem Holzhaus mit 11 Wohneinheiten folgt das verantwortliche Büro Valley Architekten dem Grundsatz, möglichst wenig Haus zu bauen und dies so nachhaltig wie möglich. Materialien werden gezielt und sparsam gewählt und sollen nach ihrer Nutzung vollständig in neue Kreisläufe zurückgeführt werden. Ziel ist stets die Errichtung von Plusenergiehäusern, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen.

Das Team um CEO Gauthier Jonville setzt dabei auf das OPENLY Bausystem, das schlanke Tragstrukturen aus Holz nutzt. Für die Ausfachung kommt Hanfbeton zum Einsatz, verputzt wird mit Kalk- und Lehmputz. Alle Bauteile sind gesteckt oder geschraubt, wodurch sie sortenrein trennbar und wiederverwendbar sind. Durch bionische Prinzipien und den Einsatz spezieller Materialien werden Konstruktionen geschaffen, die nachweislich Kohlenstoff binden und langfristig speichern. „Fossilfreie, lokale und biogene Baustoffe vermeiden rund 70 Prozent der üblichen Emissionen“, erklärt Andy Keel, Gründer und CEO von OPENLY. „Unser Name ist Programm. Wir behaupten nicht nur, nachhaltig zu sein, sondern können dies mit präzisen Berechnungen belegen“, ergänzt er.

Nachhaltiges Bauen mit Tradition und Hightech

Im Projekt Schlatt verbinden sich klassische Bauweisen mit moderner Technologie. Das Dach wird als Metallfalzdach ausgeführt und auf der Südseite mit Solarpanelen ausgestattet. Das OPENLY Energiemanagementsystem verteilt den erzeugten Strom bedarfsoptimiert. Vorrangig werden Wärmepumpe und Warmwasserbereitung versorgt, überschüssige Energie wird in einen Batteriespeicher sowie in die Batterien von Elektroautos eingespeist oder ins Netz abgegeben. Auch Haushaltsgeräte sind intelligent vernetzt und werden bei hoher PV-Produktion bevorzugt betrieben.

PV-Schiebeläden machen aus einem Niedrigenergiehaus ein Plusenergiehaus

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Die Nord-Südausrichtung der Gebäude und die Dachneigung reichen allein nicht aus, um die für die Minergie-Zertifizierung erforderliche Stromproduktion zu erzielen. Geplant sind 167,9 Quadratmeter Dachfläche mit einer Leistung von 31 Kilowatt Peak. „Da zusätzliche PV-Fassadenelemente aus gestalterischen Gründen nicht infrage kamen, haben wir gezielt nach einer Lösung gesucht und sind auf EHRET gestoßen“, berichtet Jonville.

Durch die Installation von 21 Sonnenschutzelementen mit jeweils etwa drei Quadratmetern Modulfläche und einer Leistung von rund 500 Watt Peak an der Südfassade steigt der Gesamtertrag um rund 24,5 Prozent von 31 auf etwa 41 Kilowatt Peak. Dies entspricht einer Jahresleistung von rund 38.500 Kilowattstunden. Die in Schlatt eingeplanten SolarSlide-Schiebeläden besitzen eine Flügelbreite von 1.130 Millimetern und eine Höhe von 2.425 Millimetern. Ob Anthrazit oder Grau zum Einsatz kommt, ist noch offen. In beiden Fällen ist der Wirkungsgradverlust gering, bei Grau beträgt er lediglich sechs Prozent.

Jonville fasst den Mehrwert zusammen: „Unser Ziel ist es, Gebäude zu schaffen, die über 100 Jahre oder länger genutzt und gepflegt werden. Deshalb setzen wir auf PV-Schiebeläden, die nicht nur Strom erzeugen, sondern auch als Sonnenschutz dienen und die Fassade optisch aufwerten.“


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12.09.2025

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