Erster TECE Nachhaltigkeitsbericht nach VSME Standard

Transparente Veröffentlichung von Emissionen, Fortschritten und Zielen

TECE veröffentlicht erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem Voluntary Sustainability Reporting Standard (VSME). Unter dem Leitgedanken „Aus Verantwortung entsteht Zukunft“ stellt der Sanitär- und Installationstechnikspezialist seine Aktivitäten und Fortschritte für das vergangene Geschäftsjahr vor. Im Fokus stehen dabei sechs strategische Handlungsfelder – von Wassereffizienz und Wasserqualität über Materialgesundheit und zirkuläre Stoffströme bis hin zu Klimaschutz und gesellschaftlicher Verantwortung.

Bildquelle: TECE SE

Am Hauptsitz in Emsdetten bündelt TECE zentrale Unternehmensfunktionen und treibt die strategische Weiterentwicklung der international tätigen Unternehmensgruppe voran.

Nachhaltigkeit ist bei TECE fest in der Unternehmensstrategie und -organisation verankert. Die zentrale Steuerung erfolgt über die Stabsstelle Nachhaltigkeit, die direkt an den technischen Vorstand berichtet. Seit dem Geschäftsjahr 2025 unterstützt zudem ein gruppenweites Datenmanagementsystem die Erfassung, Steuerung und Auswertung relevanter Kennzahlen. Damit schafft das Unternehmen eine belastbare Grundlage, um Fortschritte messbar zu machen und Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.

Als Grundlage für die strategische Ausrichtung wurde eine Wesentlichkeitsanalyse nach dem Prinzip der doppelten Wesentlichkeit durchgeführt und sich dabei an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) orientiert. Berücksichtigung fanden sowohl die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit als auch finanzielle Risiken und Chancen. Als besonders relevant erwiesen sich unter anderem Klima- und Ressourcenschutz, der effiziente Einsatz von Wasser und Materialien sowie soziale Themen entlang der Wertschöpfungskette.

Transparenz über Produkte und ihre Umweltwirkungen

Bildquelle: TECE SE

Klare Ziele und messbare Fortschritte prägen die nachhaltige Entwicklung von TECE. André Welle, Peter Fehlings und Dr. Michael Freitag (v. r. n. l.), Vorstand der TECE SE, machen diesen Weg mit dem ersten VSME-Nachhaltigkeitsbericht transparent.

Einen zentralen Hebel sieht TECE in der Produktentwicklung. Um Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar zu machen, erstellt das Unternehmen Environmental Product Declarations (EPDs) auf Basis von Lebenszyklusanalysen. Aktuell decken EPDs rund 36 Prozent des Gruppenumsatzes ab. Bis Ende 2026 soll dieser Anteil auf 75 Prozent steigen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Produktentwicklung ein, um Umweltwirkungen bereits in frühen Entwicklungsphasen zu berücksichtigen.

Wie sich dieser Ansatz konkret in Produkten widerspiegelt, zeigt unter anderem die neue Generation der TECEfloor PE-RT-Rohre und Trockenbauplatten. Hier setzt TECE erstmals auf den Biomassenbilanz-Ansatz, beim Einsatz von biogenen Rohstoffen aus Abfall- und Reststoffen. Im Wohnungsbau sind damit gegenüber konventionellen Lösungen CO₂-Einsparungen von rund 65 Prozent möglich; gegenüber klassischen Nassbausystemen können je nach Anwendung bis zu 1,5 Tonnen CO₂ pro 80-m²-Wohnung eingespart werden.

Auch Kreislauffähigkeit und Materialgesundheit spielen eine wichtige Rolle. Zwölf Oberflächenvarianten der WC-Betätigungsplatte TECEsquare wurden nach dem Cradle to Cradle Certified®-Standard auf Bronze-Niveau zertifiziert. Einen weiteren Ansatzpunkt bildet die Nutzungsphase: Mit der 4/2-Liter-Spülung des Ablaufventils A2 und der darauf abgestimmten TECEloft WC-Keramik lässt sich der Wasserverbrauch reduzieren. Die Lösung erreicht beim Unified Water Label die höchste Effizienzklasse und lässt sich auch in bestehende Spülkästen integrieren.

Emissionen entlang der Wertschöpfungskette im Blick

Bildquelle: TECE SE

Nachhaltigkeit beginnt für TECE bereits bei der Produktentwicklung: Materialauswahl, Ressourceneinsatz und Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus werden zunehmend systematisch betrachtet.

Für das Geschäftsjahr 2025 hat TECE erstmals die Treibhausgasemissionen der Gruppe systematisch über Scope 1, 2 und wesentliche Kategorien von Scope 3 erfasst. Dabei zeigt sich: Mit 84.007 Tonnen CO₂e entfallen mehr als 84 Prozent der bilanzierten Emissionen auf Scope 3 und damit auf die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt bei eingekauften Waren und Dienstleistungen.

Daraus leitet TECE zentrale Ansatzpunkte für die weitere Klimastrategie ab. Neben Produktion und Energieeinsatz rücken insbesondere Materialauswahl, Beschaffung, Transport sowie die Nutzung und das Lebensende der Produkte in den Fokus. Gleichzeitig wird die Datenbasis kontinuierlich erweitert und verfeinert. Der Corporate Carbon Footprint dient dabei als Grundlage, um Emissionsschwerpunkte zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zu priorisieren.

Verantwortung über das Produkt hinaus

Bildquelle: Jochem Vieren

Auch an den eigenen Standorten setzt TECE auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Ein systematisches Umweltmanagement bildet die Grundlage, um Energie- und Ressourceneffizienz weiterzuentwickeln und Umweltbelastungen kontinuierlich zu reduzieren.

Der Bericht betrachtet neben Umwelt- und Produktthemen auch die soziale und unternehmerische Verantwortung. Dazu gehören Arbeits- und Gesundheitsschutz, Aus- und Weiterbildung, Chancengleichheit und Menschenrechte ebenso wie Compliance und verantwortungsvolle Lieferantenbeziehungen. Alle Produktionsstandorte von TECE sind nach ISO 45001 zertifiziert. Risiken im Arbeits- und Gesundheitsschutz werden systematisch erfasst und durch Präventionsmaßnahmen, Schulungen und Unterweisungen adressiert.

Auch Governance-Strukturen sind transparent dargestellt. Regelmäßige Compliance-Schulungen, ein Rechtskataster zur systematischen Erfassung rechtlicher Anforderungen und ein intern wie extern zugängliches Hinweisgebersystem bilden wesentliche Bausteine. Im Berichtsjahr 2025 gingen über das Hinweisgebersystem keine Meldungen ein.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz, sondern die Grundlage für Zukunftsfähigkeit und belastbare Partnerschaften. Es bleibt viel zu tun – und genau das treibt uns an", so Dr. Michael Freitag, Vorstand der TECE SE.

Mit dem Bericht schafft TECE erstmals eine gruppenweit strukturierte Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach dem von der EFRAG entwickelten Standard (VSME). Gleichzeitig versteht das Unternehmen die Veröffentlichung nicht als Abschluss, sondern als Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung: Datenqualität und Transparenz sollen weiter erhöht, Umweltwirkungen auf Produkt- und Unternehmensebene systematischer erfasst und konkrete Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette weiterentwickelt werden.

Der vollständige VSME-Nachhaltigkeitsbericht der TECE SE für das Geschäftsjahr 2025 ist im Juli 2026 erschienen und steht auf der Website zum Download bereit.


Weitere Beiträge im Themenbereich:
Weiterführende Informationen zu
Erster TECE Nachhaltigkeitsbericht nach VSME Standard
erhalten Sie beim Anbieter
02.09.2026
TECE SE
Hollefeldstraße 57
48282 Emsdetten
Agentur / Autor:
BLUE MOON CC GmbH
Friedrichstraße. 8
41460 Neuss