KI für die Flachglasbranche
Lumeso - Glasbranche erhöht Automatisierungsquote
Die industrielle Glasverarbeitung ist im Umbruch: Die Erhöhung der Automatisierungsquote ist für die europäischen Flachglashersteller und -verarbeiter eine wichtige Weichenstellung, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und langfristige Klimaziele zu erfüllen. Das junge, österreichische Unternehmen Lumeso liefert hierfür einen zentralen technologischen Baustein und konnte innerhalb weniger Monate bereits ein zweistelliges Kundenportfolio aufbauen. Ihre KI-basierte Lösung automatisiert manuelle Prozesse im Vertriebsinnendienst, die vielerorts noch händisch erfolgen. Insbesondere der Auftragsdatenaustausch wird radikal vereinfacht und die Produktivität im Backoffice signifikant erhöht. Da die Software monotone Fleißarbeiten wie das Abtippen von Bestellungen in Sekunden erledigt, erhalten Mitarbeiter mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben – in einem attraktiven Arbeitsumfeld, das digitale Kompetenz und moderne Technologien aktiv nutzt.
Von der E-Mail (links) zum Auftrag (rechts) in wenigen Sekunden – auch bei umfangreichen Aufträgen.
In der Flachglasindustrie werden täglich tausende Bestellungen manuell aus E-Mails abgeschrieben, geprüft und ins ERP-System übertragen – ein aufwändiger, fehleranfälliger Prozess und für die Mitarbeiter eine kraftraubende Fleißarbeit. Klassische EDI-Lösungen scheitern häufig am hohen Integrationsaufwand oder an der fehlenden Bereitschaft auf Geschäftspartnerseite, wenn diese sich anpassen müssten. Darum geht Lumeso mit ihrer KI-Lösung einen anderen Weg, die unstrukturierte Eingaben wie E-Mails mit Freitext, Anhängen oder Zeichnungen binnen eines Wimpernschlages automatisiert analysiert, relevante Daten extrahiert und diese nach menschlicher Freigabe direkt ins ERP-System überführt. So werden selbst komplexe Bestellungen aus unstrukturierten E-Mails sofort verarbeitet. „Unsere Lösung beschleunigt den Prozess massiv und kann ihn mittelfristig sogar vollständig automatisieren – ohne dass sich die Geschäftspartner unserer Kunden in irgendeiner Form anpassen müssen“, erklärt Georg Katzlinger-Söllradl, CEO von Lumeso. „Damit revolutionieren wir den Orderflow im B2B-Bereich – und das mit einer Umsetzungsfreundlichkeit, die ihresgleichen sucht.“
Mit KI-Effizienz Produktionen in Europa halten
„Wir wollen die Flachglasbranche mit unserer KI-Lösung dabei unterstützen, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Produktionen in Europa zu halten. Unternehmen in Asien produzieren oft zu günstigeren Kosten, erkauft durch niedrigere Löhne, weniger Regulierung oder zu geringeren Energiekosten. Ohne technologische Effizienz droht Europa darum eine Verlagerung von Aufträgen in andere Regionen“, erläutert Katzlinger-Söllradl. „Geopolitische Spannungen und die Pandemie haben gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sind, darum ist es wichtig, eine stärkere, effizientere lokale Produktion in Europa zu entwickeln, unterstützt durch smarte Technologien, um Unabhängigkeit und Stabilität zu schaffen.“
Zufriedene Mitarbeiter statt Fachkräftemangel
CTO Christian Kimmeswenger erläutert die Vorteile der Lösung.
Viele Unternehmen in der Glasindustrie finden schon jetzt kaum Auszubildende oder qualifizierte Fachkräfte, darum braucht es Lösungen, die bestehende Mitarbeiter entlasten und widerstandsfähiger gegen den demografischen Wandel machen. Auch hier möchte Katzlinger-Söllradl mit seiner Software ansetzen: „Repetitive, also sich wiederholende Tätigkeiten wie die Auftragserfassung sind kraftraubend und recht langweilig, sodass sie, insbesondere von jungen Mitarbeitern, auf Dauer nicht mehr als attraktive Arbeit betrachtet werden. KI kann diese Fleißarbeiten kontrolliert übernehmen und so Zeit schaffen für wertschöpfendere Tätigkeiten wie zusätzliche Vertriebsunterstützung oder die aktive Mitarbeit an einer positiven Unternehmensentwicklung. Unsere KI-Lösung macht unsere Kunden als moderne Arbeitgeber attraktiv und verschafft ihnen zeitliche Vorteile für die Unterstützung des Vertriebes und die Weiterentwicklung ihres Unternehmens.“
Positive Signale und ambitionierter Ausblick
Die Kunden der ersten Stunde sind mit Lumeso seit einigen Monaten „live“ und der Zuspruch ist laut CEO Katzlinger-Söllradl anhaltend stark, darum plant Lumeso bereits den Ausbau des Teams, die Weiterentwicklung ihrer KI-Komponenten und den europaweiten Rollout. Die Vision: eine skalierbare, intelligente Infrastruktur, die den Fachkräftemangel abfedert, Prozesse beschleunigt – und Europas Glasbranche fit für die Zukunft macht.