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Markthochlauf für alternative Kraftstoffe voranbringen

IWO: Der PtX-Atlas zeigt Potenziale auf

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) diskutiert dazu heute mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf der Veranstaltung „Klimaschutz im Luft- und Seeverkehr – den Einsatz von PtL-Kraftstoffen fördern“. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der vom Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) entwickelte PtX-Atlas vorgestellt. Dazu meint Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Mobilität (IWO):

Bildquelle: IWO

IWO-Geschäftsführer Adrian Willig.

„Der neue PtX-Atlas zeigt, welche großen Potenziale sich erschließen lassen, wenn weltweit sonnen- bzw. windreiche Regionen genutzt werden, um alternative Kraft- und Brennstoffe zu erzeugen. Bereits frühere Studien haben gezeigt, dass ein globaler PtX-Markt zu einer internationalen Win-win-Situation führen würde. PtL-Kraftstoffe sind notwendig, um die Klimaziele in der Luftfahrt und im Schiffsverkehr zu erreichen. Doch ihr Einsatz sollte nicht von vornherein auf diese Bereiche beschränkt werden. Denn auch wenn der Anteil batteriebetriebener Autos immer weiter steigt, wird es im Jahr 2030 voraussichtlich allein hierzulande noch einen Bestand von 35 Millionen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geben. Daher werden auch alternative Kraftstoffe einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten müssen. Zugleich würde der Einsatz im Straßenverkehr schneller Skalierungseffekte herbeiführen, die die Kosten für alle Einsatzbereiche schneller senken. Umso wichtiger ist es daher, nun endlich verlässliche politische Rahmenbedingungen für einen Markthochlauf zu schaffen. Dazu gehört unter anderem eine reformierte Energiesteuer, die erneuerbare Kraftstoffe nicht oder nur deutlich geringer gegenüber fossilen Kraftstoffen besteuert, zum Beispiel indem die fossilen CO2-Emissionen von Kraftstoffen zur Bemessungsgrundlage gemacht werden. Auch die EU-Flottenregulierung für Pkw und Nutzfahrzeuge sollte eine Anrechenbarkeit von PtL-Kraftstoffen ermöglichen.“


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09.08.2021
IWO Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO)
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